Ciao Milano! - Salone del Mobile 2026
Nach der Rückkehr aus Mailand haben wir die Eindrücke für euch sortiert. Anstatt jedem Trend hinterherzulaufen,
haben wir uns darauf konzentriert, wie die Hersteller ihre Konzepte weiterentwickeln.
Hier sind unsere Beobachtungen zu drei Marken, die dieses Jahr besonders präsent waren:
Bocci: Experimente mit Glas
Bocci nutzt Mailand traditionell eher als Labor denn als klassischen Verkaufsraum. Die Präsentation in der Via Rovani gab Einblicke in den Herstellungsprozess.
Es ging weniger um neue Leuchtenmodelle als vielmehr um neue Glasrezepturen. Durch verschiedene Gieß- und Blastechniken entstehen Unikate, die das Licht sehr unterschiedlich brechen.
Die gezeigten Installationen verdeutlichen, dass die Grenze zwischen funktionalem Licht und Raumobjekt bei Bocci immer weiter verschwimmt.
Edra: Evolution des Komforts
Edra bleibt seiner Linie treu und setzt weiterhin auf eigenwillige Formen und eine sehr spezifische Materialsprache.
"Anywhere" ist das erste Sofa mit einer beweglichen Struktur, die nicht nur die Sitztiefe variiert, sondern dank des „Intelligenten Kissens“ auch die Neigung der Rückenlehnen formbar macht. Mit einfachen Bewegungen verändert das Sofa seine Konfiguration auf fließende und natürliche Weise.
Anywhere besteht aus sieben Modulen. Ihre unregelmäßig geformten Basiselemente verfügen über kombinierbare Seiten und können auch einzeln genutzt werden.
Die Rückenlehnen von Anywhere lassen sich um einen Drehzapfen an den Enden der Basiselemente führen: Eine leichte Handbewegung genügt, um die Tiefe der Sitzfläche zu variieren.
Das „intelligente Kissen" von Anywhere ist in die bewegliche Struktur integriert und ermöglicht es, die Neigung der Rückenlehne fließend und natürlich mit einer einfachen Bewegung zu modellieren.
Diese von Edra patentierte Technologie garantiert in jeder Situation maximalen Komfort.
B&B Italia: Präzision und Re-Editionen
B&B Italia hat dieses Jahr wieder auf der Messe ausgestellt. Der Auftritt war geprägt von einer klaren, fast schon strengen Ordnung, die wenig Raum für Ablenkung ließ.
Mit der "Abaco" Kollektion präsentierte Ronan Bouroullec ein neues System, das durch seine modulare Bauweise und eine sehr klare, logische Formsprache überzeugt.
Ein funktionales Highlight war die Rückkehr des Klappstuhls "Nena", basierend auf dem Entwurf von Richard Sapper aus dem Jahr 1984. Der Stuhl verkörpert eine fast schon unverwechselbare Leichtigkeit und bietet den gewohnten Sitzkomfort eines festen Modells, lässt sich aber mit einem Handgriff flach verstauen










