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Mittwoch, 03. Februar 2016

Ohne Ecken und Kanten

Auf der imm cologne ist es inzwischen gute Tradition, einen Designer oder eine Designerin zu bitten, „Das Haus – Interiors on Stage“ zu inszenieren. In diesem Jahr setzte sich Sebastian Herkner über alle Wohn-Konventionen hinweg und zeigte in Halle 2.2 ein kreisrundes Objekt der Offenheit.

 

„Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann“: Diese Weisheit des französischen Künstlers Francis Picabia wurde in Halle 2.2 der imm cologne überzeugend aufs Räumliche übertragen. Designer Sebastian Herkner konzipierte für die Messe-Reihe „Das Haus – Interiors on Stage“ eine kreisrunde Gebäude-Installation, die sich von ihrem Kern, einem angedeuteten Innenhof, zwiebelartig von innen nach außen aufbaute. So entstand ein (fast) unendliches Haus, das ein neues, fortschrittliches Denken ohne Grenzen herausfordert.  „Das Haus“ wies kaum feste Wände auf – diese hatte Textil-Fan Herkner, der schon einmal ein Jahr beim Modelabel Stella McCartney tätig war, durch Vorhänge ersetzt. Da gab es zum Beispiel einen Plisseestoff, dessen Falten an Wellblech erinnern. Oder ein textiles Netz, das wie ein Gitter wirkt. Zusammen mit Nya Nordiska hatte Herkner eigens für die imm cologne nach „interessanten, nach besonderen Stoffen gesucht, die dem ‚Haus’ eine einzigartige haptische Qualität geben“. Die textile Struktur der Installation sorgte neben der weichen Haptik vor allem für eine faszinierende Transparenz. Für Herkner eine Botschaft gegen die Tendenz zur Abschottung: „Die Transparenz von ‚Das Haus’ ist ein Ausdruck für die Notwendigkeit, sich Veränderungen mit mehr Offenheit zu stellen.“

Im Innern traf man auf alte Bekannte wie die Nelson Bench von Vitra, den Kay-Bojesen-Affen von Rosendahl oder die Pedrera-Leuchte von Gubi und auf schöne Neulinge wie die Cuna-Wanne von Patricia Urquiola für Agape oder den Mbrace-Schaukelstuhl von Dedon. Und natürlich hat Herkner auch eigene Produkte in seinem „Haus“ untergebracht. So durfte sein Bell Table für Classicon ebenso wenig fehlen wie die Nebra-Leuchten für Fontana Arte. Die sinnlich-schöne Collage zeitgemäßen Wohnens wurde ergänzt von Besonderheiten, die allein für „Das Haus“ entstanden: Badfliesen aus echter Seife und ein Perlen-Paravent aus Rosenthal-Porzellan etwa. 

 

imm "Das Haus", Der Eingang


imm "Das Haus", Der Innenhof


imm "Das Haus", Bad und Schlafzimmer


imm "Das Haus", Die Küche


imm "Das Haus", Der Arbeitsplatz


imm "Das Haus", Der Innenhof


imm "Das Haus", Das Esszimmer


imm "Das Haus", Das Bad mit Seifenfliesen


imm "Das Haus", Der Wohnbereich


imm "Das Haus", Der Gestalter Sebastian Herkner


 

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