News - Archiv

Facebookseite PopoInstagram PopoYoutube-IconFeed-Icon
 
Freitag, 12. Juni 2015

"berge", Möbel und mehr

Mit einem eigenwilligen Regal begann die Karriere des Unternehmers Nils Holger Moormann. Heute ist er erfolgreicher Produzent und Designer puristischer Möbel. Nebenbei betreibt er ein ganz besonderes Gästehaus. Porträt eines Individualisten.

Die Berge haben es Nils Holger Moormann angetan, seit er als 16-Jähriger einmal allein vor einer Almhütte saß. „Da habe ich zum ersten Mal diese enorme Kraft und Ruhe gespürt“, erzählt Moormann. Welche Quelle der Inspiration die Umgebung für ihn ist, beweist vor allem das zweite Standbein des Möbeldesigners und -unternehmers, das Gästehaus „berge“. Seinen Namen verdankt das mehrfach preisgekrönte Haus zum einen dem grandiosen Blick zur Kampenwand im Osten. Zum anderen wohnt ihm mehr der Charme einer bayerischen Herberge inne denn der eines Designhotels.

Da immer wieder Designer und Möbelhändler zu Besuch nach Aschau kommen, entstand die Idee zu einem Gästehaus. Einfach den Bau entkernen und neu gestalten, kam für Moormann nicht in Frage. Wie im Firmensitz, den früheren Reitstallungen des Barons Cramer-Klett, bestand Moormann auch hier auf einer behutsamen Renovierung, die die ursprüngliche Substanz weitgehend belässt.

Neben seinen puristischen Möbeln, die ideal mit den alten Hölzern im Haus harmonieren, ist jedes Detail, vom Teelöffel bis zur Seifenschale, mit Bedacht ausgesucht. Wenn er nicht das passende Möbelstück fand, ließ er es eben entwerfen, wie etwa eine Sitzgelegenheit für den Außenbereich. So entstand „Kampenwand“, eine Bierbank, die ein typisches Beispiel für seinen Anspruch darstellt: „Ein Möbel soll schlicht, innovativ und intelligent sein“.

Auch in anderer Hinsicht repräsentiert dieses Möbel die Moormannsche Firmenphilosophie: Der Schmied, der das Untergestell baut, kommt direkt aus Aschau, der Schreiner hat seine Werkstatt keine 30 Kilometer entfernt. „Ich kenne die Handwerker seit ewigen Zeiten, ich weiß, was sie können, und sie wissen, was ich will“, erklärt der Firmenchef. Schrauben beispielsweise mag er nicht so gerne, Kleber noch weniger. Am liebsten sind ihm Steckverbindungen, die sich einfach wieder lösen lassen. Oder Möbel aus einem Guss, um genau zu sein aus einem flachen Aluminiumblech, wie sein „Pressed Chair“.

Jüngst mit dem German Design Award Personality 2015 für sein Lebenswerk dekoriert, versichert der 61-jährige „Unruheständler“ auch weiterhin die Querdenker unter den Designern zu fördern. Wie heißt es so schön auf dem Schild zur "berge"-Einfahrt? „Freiheit aushalten!“

Ein ausführliches Porträt von Nils Holger Moormann lesen Sie im neuen CI-Magazin. 

Nils Holger Moormann, Foto Roman Thomas


KLOPSTOCK und PRESSED CHAIR, Nils Holger Moormann, Foto Jaeger & Jaeger


Berge Gartenhaeuser, Nils Holger Moormann, Foto Jaeger & Jaeger


Berge, Gaestehaus, BERGFRIED, Nils Holger Moormann, Foto Jaeger & Jaeger


Gaestehaus, GROSSE STUBE, Nils Holger Moormann, Foto Jaeger & Jaeger


KAMPENWAND, Design Nils Holger Moormann, Foto Nils Holger Moormann GmbH


KANT, Design Nils Holger Moormann, Foto Jaeger & Jaeger


MINI KANT, Design Nils Holger Moormann, Foto Jaeger & Jaeger


PIN COAT, Design Nils Holger Moormann, Foto Jaeger & Jaeger


 

zur Übersichtzur Übersicht

Kommentare

Es sind keine Kommentare hinterlegt

Ihr Kommentar