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Montag, 16. Juni 2014

Urlaub in Design

Im Westen Berlins ist eine Architekturikone zu neuem Leben erweckt worden: das Bikinihaus, erbaut 1957. Neben der Concept Mall begeistert das 25hour Hotel mit Interior-Design von Werner Aisslinger. 

 

Seit April diesen Jahres machen viele Berliner und Touristen wieder rüber in den Westen: Denn seit das Bikini Berlin eröffnet hat, ist die bisher eher verschmähte Gegend an Zoo und Gedächtniskirche so angesagt wie kein anderer Ort in der Hauptstadt. Der belgische Architekt Arne Quinze hat das denkmalgeschützte „Zentrum am Zoo“, das 1957 von Paul Schwebes und Hans Schoszberger fertiggestellt wurde und über Jahrzehnte als Ikone des Wiederaufbaus galt, behutsam rehabilitiert. Herzstück ist ein 200 Meter langes Gebäude, das früher von einem Luftgeschoss geteilt wurde (welches heute voll verglast ist), und deshalb aus einer oberen und einer unteren Hälfte besteht. Die Berliner tauften dieses Bauwerk kurzerhand Bikini – inspiriert von der damals aufsehenerregenden zweiteiligen Bademode. 

Vom angeschlossenen 25hours Hotel aus schaut man in die Tiergehege des Berliner Zoos. Das Team von Werner Aisslinger hat hier einen Designmix kreiert, der mit der Lage des Hotels spielt. Die Hälfte der 149 Zimmer ist zum Affen- und Elefantenhaus ausgerichtet. Die Zimmer heißen „Jungle“ und weisen ein eher wärmeres Design-Schema mit viel Holz auf. Vor den großen Fenstern hängen teilweise Hängematten. Die andere Hälfte der Zimmer – genannt „Urban“ – erlaubt Aussichten auf die Wahrzeichen West-Berlins. Diese Räume zeigen die kantigen Seiten der Stadt, ihre Betonwände sind rau, die Decken offenbaren die Bausubstanz der 1950er-Jahre. Schon im Erdgeschoss des Hotels erweist sich, dass „in vielen Bereichen die typischen Hotel-Features ausbleiben“, so Aisslinger. Eine Rezeption sucht man hier unten vergebens. Der Empfangsbereich – eher Wohnzimmer als klassische Lobby – befindet sich im 3. Stock, im Zentrum ein Tresen mit türkisfarbenen Original-Fliesen aus der U-Bahn-Station Alexanderplatz. Daneben gibt es zum Beispiel ein Working Labor, in dem man sich mit seinem Notebook in einen Hochsitz oder eine Holz-Koje zurückziehen kann. Für den sogenannten Bikini-Island-Bereich hat Aisslinger eigens ein Sofakonzept gestaltet und mit Moroso entwickelt. Eine, so der Designer, „rundum nutzbare Landschaft, auf der synchron alles Mögliche passiert“.

 

 

Das Bikini Berlin im Westteil der Stadt Foto: Franz Brück

 


Das Gebäude grenzt direkt an den Zoo Foto: Franz Brück

 


"Jungle"-Zimmer im 25hours Hotel

 


Lobby im 25hours Hotel

 


Sauna mit Zooblick im 25hours Hotel


Sofalandschaft von Werner Aisslinger im 25hours Hotel

 


 

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