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Dienstag, 31. Januar 2012

Ikonografie "Made in Germany"

Deutsches Design war und ist einflussreich und stilprägend - und viel mehr als Bauhaus. Von L. Mies van der Rohe bis Stefan Dietz zeigen wir Ihnen, warum.

An wegweisendem Design aus Deutschland herrscht kein Mangel. Im Gegenteil. Vergangene Traditionen wie das Bauhaus werden in die Gegenwart überführt, und jüngere Designer tragen ihren Teil zur modernen Möbelgestaltung bei. Motto: Vielfalt statt Einfalt. Unsere Liste zeigt eine kleine Auswahl älterer und neuerer Designer und Entwürfe, die allesamt stilprägend waren oder sind und dem Design „Made in Germany“ zu seinem hervorragenden Ruf verholfen haben.

Barcelona Chair für Knoll International

Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969) ist der Grandseigneur des Funktionalismus. Seine Bauten aus Stahl und Glas – etwa das Seagram Building in New York oder die Berliner Nationalgalerie – sind Wegmarken moderner Architektur. Van der Rohes legendäre Möbelentwürfe entstanden als „Nebenprodukt“ seiner Bauaufträge.


WG24 für Tecnolumen

Wilhelm Wagenfeld (1900-1990) zählt zu den Pionieren des Industriedesigns. Der spätere Bauhausschüler absolvierte zunächst eine Lehre im Zeichenbüro der Bremer Silberwarenfabrik Koch & Bergfeld und besuchte zwischen 1919 und 1922 die Zeichenakademie in Hanau. Für Wagenfeld stand nie „seine“ Entwurfsidee, sondern der Nutzen für den Käufer im Mittelpunkt. Seine überaus langlebigen Produkte sind zu Design-Klassikern avanciert.


S 64 für Thonet

Marcel Breuer (1902-1981), Architekt und Designer, absolvierte eine Tischlerlehre am Bauhaus Weimar und arbeitete für Walter Gropius, bevor er sich selbstständig machte. Seine Stahlrohrmöbel und seine funktionalistischen architektonischen Arbeiten machen ihn zu einem der bedeutendsten Gestalter der Moderne.


Tizio für Artemide

Richard Sapper (*1932) studierte Philosophie, Grafik, Ingenieurwesen und Volkswirtschaft und ging 1958 nach Italien, wo er die Designszene 40 Jahre lang prägte. Sein Œuvre reicht von Möbeln über Unterhaltungselektronik bis zu Haushaltsgeräten. Neben verschiedenen Lehrtätigkeiten ist Sapper seit 2001 Mitglied der Akademie der Künste.


FNP für Nils Holger Moormann

Axel Kufus (*1958) fertigte in den 1980er-Jahren experimentelle Objektcollagen und galt deshalb lange Zeit als „Enfant Terrible“ der deutschen Designszene. Der Schreiner mit Meisterbrief und studierte Designer ist heute Professor an der Universität der Künste Berlin und lehrt „Entwerfen und Entwickeln im Design“.


Chair One für Magis

Konstantin Grcic (*1965) studierte Industriedesign am Londoner Royal College of Art und arbeitete für Jasper Morisson. 1991 gründete er sein Büro in einem Hinterhof in München, das bis heute zugleich Atelier und Werkstatt ist. Sein Credo: einfach, wesentlich, eigensinnig. Dessen Umsetzung in Produkte macht ihn zu einem der einflussreichsten zeitgenössischen Designer aus Deutschland.


404 für Thonet

Stefan Diez (*1971), der Senkrechtstarter der deutschen Designszene, studierte Industriedesign an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Zwischen 1996 und 2002 war er zunächst Assistent von Richard Sapper, später von Konstantin Grcic, bevor er 2003 sein eigenes Büro eröffnete. Zahlreiche Preise und Ausstellungen begründeten sein internationales Renommee.


 

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