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Dienstag, 31. Januar 2012

Zonen statt Zimmer

Individualität, Freiheit und Natürlichkeit - das sind die wichtigsten Trends der jüngsten imm cologne. Wir waren für Sie vor Ort und zeigen Ihnen eine Auswahl besonders interessanter Ideen und Konzepte fürs Wohnen.

1.150 Aussteller aus 54 Ländern präsentierten auf der diesjährigen Messe imm-cologne ihre Lösungen für zeitgemäßes Wohnen. Viele Labels haben eine neue Freiheit in den eigenen vier Wänden wiederentdeckt. Die klassische Zimmeraufteilung weicht - wo es möglich und sinnvoll ist - bedarfsgerechten Wohnzonen, in denen man seine facettenreiche Persönlichkeit im eigenen Zuhause richtig ausleben kann. Beispielhaft haben das die beiden Avantgarde-Designer Nipa Doshi und Jonathan Levien in ihrem Projekt „Das Haus - Interieurs on Stage" in einer überraschend gegenwärtigen Wohnvision der Zukunft inszeniert.

Was uns in Sachen Möbel und Einrichtung besonders positiv im Rahmen der imm aufgefallen ist, zeigen wir Ihnen in einem kleinen Rückblick. Noch mehr Neuheiten finden Sie ab Mitte März im neuen CI-Magazin.


Regal/Tisch Mamba In dem Victor-Vasilev-Entwurf (Hersteller: MDF Italia) verschmelzen Form, Funktion und Material auf meisterhafte Weise. So entsteht ein taktil und optisch sinnliches Objekt, ein Zwischending aus einem Schrank, einem Schreibtisch und einem Tisch mit LED-Leuchte, das sich an der Wand zu konkretisieren und in dieser zu verschwinden scheint.


Stuhl S 64 Pure Materials Thonet zeigt berühmte Klassiker von Marcel Breuer in einer neuen, speziellen Ausführung. Neben dem Freischwinger „S 32“ und dem Beistelltisch-Set B 9 a-d gehört dazu auch der „S 64“. „Pure Materials“ heißt die neue Serie, die bekannten Stücken eine individuelle Prägung gibt, bei der Gebrauchsspuren sichtbar werden und die mit dem zeitgemäßen „Used Look“ spielt. Es gibt sie ab sofort mit vernickeltem Stahlrohr, geöltem Holz und einem markanten, narbigen Leder. Für die Zukunft ist geplant, weitere Klassiker sowie aktuelle Entwürfe aus dem Thonet-Programm in den neuen Materialien zu produzieren.


Barhocker Giro Fabio Bortolani entwarf den drehbaren Barhocker, der sich mit seiner klassischen Art jeder Einrichtung anpasst, für den italienischen Hersteller LaPalma. Und er kann sich richtig groß machen, denn er ist von 66 auf 76 cm höhenverstellbar. Der Sitz ist aus Multiplex in verschiedenen Holzvarianten und auch in Leder bezogen erhältlich.


Sessel Bao Üppig und rund: Es sind die Kurven, die ihn spontan sympathisch machen. Und die opulente Skulptur von Walter Knoll (Design: EOOS) hat eine kunstvolle Kehrseite. Der drehbare Fauteuil vereint sinnfällig die Materialien: Leder im Rücken, Stoff im Sitz. Alles hat seinen Platz. „Bao“ – vertraut wie die Geste einer Umarmung.


Klappstuhl MASH Dieser Stuhl (Design: UnternehmenForm) von Richard Lampert ist etwas ganz Besonderes, vor allem durch seinen ungewöhnlichen Klappmechanismus. Aber auch sein mit farbigen Gurten eingefasstes wetterbeständiges Polyester-Netzgewebe in Kombination mit Armlehnen aus massiver Eiche und einem Gestell aus verzinktem und pulverbeschichtetem Stahl kann sich sehen lassen. Insgesamt ist „MASH“ eine moderne Interpretation des Campingstuhls der ersten Generation.


Pendelleuchte Heracleum Dieser außergewöhnliche Lüster wurde von Marcel Wanders und Bertjan Pot für das niederländische Design Label Moooi kreiert. Inspiriert  hat die beiden Designer die gleichnamige Pflanze, die Herkulesstaude oder auch Bärenklau, mit ihren 30 bis 80 strahlend weißen Blüten-Dolden.


Schreibtisch WOGG 54 Leicht und elegant, einmalig schlicht und gleichzeitig viel technische Raffinesse – so kommt die Neukreation von Wogg (Design: Christophe Marchant) daher. Genau in die Nischen eingesetzte Boxen dienen als vielseitige Behälter für Dies und Das, und die schicke Leder-Schreibunterlage bildet das i-Tüpfelchen des filigranen Möbelstücks.


Das Wohnen von morgen schon heute inszeniert: „Das Haus – Interieurs on Stage“ von Nipa Doshi und Jonathan Levien


 

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